Alles Gute nachträglich zum Geburtstag!

Die Antifaschistische Aktion ist 76 Jahre geworden, ein würdiger Anlass die Geschichte und Anfänge der Antifa etwas näher zu beleuchten.

Die ursprüngliche Idee der Antifaschistischen Aktion stammt aus Italien, hier wurden die Gegner Mussolinis Antifaschisten genannt.

Blicken wir auf das Deutschland während der Zeit der Weimarer Republik (1919-1933) zurück. Diese Epoche wurde geprägt durch blutige Auseinandersetzungen zwischen Linken und Rechten, hoher Arbeitslosigkeit, der Inflation, vielen Streiks, dem massiven erstarken der Nationalisten aber auch vom wirtschaftlichen Aufschwung ab Mitte der Zwanziger Jahre (Goldene Zwanziger). In den Blütejahren der Weimarer Republik modernisierte sich das Alltagsleben vieler Deutscher, zum Beispiel wurde in dieser Zeit der Achtstundentag eingeführt, der sich bis heute durchgesetzt hat. Die Weimarer Verfassung war die erste parlamentarische – demokratische Verfassung Deutschlands, die den Grundstein für unser heutiges modernes Deutschland legte.

Der Zusammenbruch der New Yorker Börse im Oktober 1929 und die daraus resultierende Weltwirtschaftskrise waren der Anfang vom Ende der Weimarer Republik und hatten Massenarbeitslosigkeit und soziale Not zur Folge. Zwischen September 1929 und Anfang 1933 stieg die Zahl der Erwerbslosen in Deutschland von 1,3 auf über sechs Millionen. Für die Nationalsozialisten war die zunehmende Armut und soziale Not ein einträglicher Nährboden. Die NSDAP stieg im Zuge dessen zur Massenpartei auf. Bei den Reichstagswahlen vom 14. September 1930 wurde die NSDAP zur zweitstärksten Partei.

Hier beginnt die Geschichte der Antifaschistischen Aktion. Aufgrund des großen Wahlerfolges der NSDAP kam es Ende September 1930 zur Gründung des Kampfbundes gegen den Faschismus (KGF) durch die KPD. Ab 1932 sprach man von der Antifaschistischen Aktion, die auf Initiative der KPD ins Leben gerufen wurde. Ihre offizielle Gründung wird auf den 10. Juli 1932 datiert. Anfangs kamen die Mitglieder der „Antifaschistischen Aktion“ nur aus der kommunistischen, später aus allen sozialistischen Parteien und Organisationen. Die Aufgabe der Antifaschistischen Aktion war weniger einen revolutionären Kampf zu führen, sondern bestand darin die Errungenschaften der Weimarer Republik vor den Faschisten zu schützen.

Es steht außer Zweifel, dass die Arbeiterparteien KPD und SPD den Kampf gegen den Faschismus wirklich wollten. Gerade die KPD zahlte dafür den höchsten Blutzoll.

Jedoch gelang es der KPD und der SPD nicht, über ihren Tellerrand zu blicken und eine effektive Zusammenarbeit zu entwickeln.

In den Achtziger Jahren gründeten sich in (West) Deutschland aus der Hausbesetzer- und Autonomen Bewegung wieder Antifa – Gruppen heraus. Deren Fortbestand es in diversen Strömungen bis heute gibt.

Im Gedenken an alle Opfer von Faschismus und Nationalsozialismus!