Archiv für Januar 2009

Gegen den Geschichtsrevisionismus der Nazis!

In der Nacht vom 13.02. auf den 14.02.1945 befinden sich 773 Bomber der Royal Air Force im Anflug auf Dresden. In zwei Wellen werden insgesamt 2659 Bomben abgeworfen.
Zum Schutz gegen Luftangriffe waren zu diesem Zeitpunkt nur noch Holzattrappen von Luftabwehrgeschützen in Dresden vorhanden. Die letzten Flakeinheiten waren schon längst an die Ostfront abkommandiert.
Nach dem Bombardement lagen ca. 20 Quadratkilometer in Schutt und Asche. In den Trümmern Dresdens blieben Tausende von Toten zurück, darunter viele Flüchtlinge aus dem Osten. Hundertprozentige Angaben über die Opferzahlen gibt es nicht. Sinnlose Opfer blinden Gehorsams.

Vierundsechzig Jahre später,

inszenieren deutsche Neonazis in Dresden, nicht zum ersten Mal, einen sogenannten „Trauermarsch“ zur Erinnerung an die Bombardierung. Tausende Neonazis, mittlerweile nicht mehr nur aus Deutschland, marschieren durch Dresden um ihrer verlogenen Ideologie Ausdruck zu verleihen. Geschichtsverdrehung ist wieder schick.

Es ist erschreckend, dass unsere Geschichte so schnell verschwimmt, umgedeutet und vergessen wird.
Aus Tätern werden Opfer aus unschuldigen Toten werden Märtyrer für den Wahnsinn des Nationalsozialismus.

Die Unschuld ist längst verloren, die Neonazis marschieren wieder, für ihre Lügen.

Darum sich am 13 und 14 Februar 2009 den Neonazis entgegen stellen in Dresden!

Mehr Infos hier: No Pasaran!

Erste Infos Erfurt

Laut Info von Sabotnik.blogsport.de

ca. 1000 Menschen auf der Demo.

Laut Infotelefon:

Demo relativ friedlich verlaufen, Repressionsmaßnahmen der Polizei gab es, Fahnen und andere Gegenstände wurden Teilnehmern abgenommen. Bisher nichts über Festnahmen bekannt.

Achtung sind erste Infos bei uns, wir können aber keine Sicherheit für die Richtigkeit der Infos übernehmen.

Mehr Infos wird es bestimmt bald hier geben:Indymedia

Kurze Zusammenfassung zu Ilmenau

Wie schon diese Woche öfters von den Medien berichtet starb in der Nacht zum 17.01.09 ein 28 jähriger Mann in einer Haftzelle der Ilmenauer Polizeidienststelle.

Laut Informationen der Antifaschistischen Gruppe Südthüringen (AGST) gehörte der Mann zur Punk Szene in Ilmenau.

Was ist passiert.

Am Samstagmorgen gegen 1:50 Uhr wurde die Polizei von der Rettungsleitstelle über eine betrunkene und hilflose Person informiert. Der 28 jährige wurde von der Polizei in Gewahrsam genommen.
Bei einer Zellenkontrolle gegen 9:00 Uhr morgens lag er leblos in seiner Zelle. Ein herbeigerufener Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen.

Soweit zum offiziellen Geschehen.

Bereits einen Tag später versammelten sich ca. 30 Menschen vor der PI in Ilmenau und besetzen deren Foyer für mehrere Stunden symbolisch um an den Tod des 28jährigen Mannes in einer Polizeizelle zu erinnern. Obwohl von Seiten der Polizei die Schuld am Tod auf die Notärzte abgeschoben werden sollte, glaubten anwesende Besetzer eher an eine Aufsichtspflichtverletzung durch die Polizei.
Dieses scheint sich mittlerweile auch zu bestätigen.
Die beteiligten Beamten wurden mittlerweile vom Streifendienst suspendiert und wurden in den Innendienst versetzt. Gegen die zwei in der besagten Nacht diensthabenden Beamten wurde vom Thüringer Innenministerium ein Disziplinarverfahren eingeleitet.

Der junge Mann ist wahrscheinlich an einer Alkoholvergiftung gestorben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die beiden Polizisten wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassung.

Womöglich hatten die Beamten ihre Pflicht verletzt und keinen Arzt hinzugezogen, der den Zustand des 28jährigen hätte prüfen müssen.

Da dies nicht der erste Todesfall in einer Polizeizelle ist, sollten die zuständigen Behörden und Dienststellen sich doch mal näher mit der Ausbildung im allgemeinen und der Eignung einzelner Beamter beschäftigen.