Archiv für März 2009

Artikel aus der OTZ vom 27.03.09

Asylbewerber fordern Schließung von Katzhütte
Demo Erfurt gegen „Isolationslager“

Bewohner der Asylunterkunft Katzhütte haben gestern in Erfurt für eine Schließung der Einrichtung im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt demonstriert. Das „Isolationslager“ sei vollkommen von der Außenwelt abgeschnitten, die Lebensbedingungen in den verschimmelten Wohnungen seien unwürdig, sagte ein Sprecher der Hilfsorganisation „The Voice Refugee Forum“. Ähnliche prekäre Verhältnisse herrschten in einer Asylunterkunft in Apolda sowie in Gehlberg. An dem Protest nahmen rund 50 Menschen teil. Die Grünen unterstützten den Protest. Leider habe sich nichts geändert, außer das der Betreiber der Gemeinschaftsunterkunft nun der Landkreis sei, monierte Grünen Landessprecherin Astrid Rothe Beinlich. Diakoniechef Eberhard Grüneberg sagte, die Proteste zeigten den enormen psychosozialen Druck, dem die Menschen ausgesetzt seien. Kirchen und Wohlfahrtsverbände hatten in einem Schreiben an Innenminister Manfred Scherer (CDU) appelliert, die Residenzpflicht für Flüchtlinge zu lockern.

Einen ausführlichen Artikel über die Demo in Erfurt gibt es bei The Voice

Vogtland: Nazis sind ihren Laden los

Wie Anfang des Jahres berichtet wurde hat der Betreiber des „Ragnarök“ gewechselt, ab da hieß der Laden „Nordlicht“. Zur Eröffnung kam es bisher nicht.
Wie man heute erfahren konnte, hat die Stadt Mylau das Gebäude in der Hainstraße 8 ersteigert. Thomas Meisser, derzeitiger Betreiber, dürfte über die neue Entwicklung nicht sehr erfreut sein, denn nun wird endlich dem „Nordlicht“, das „Licht“ ausgeblasen. Die Stadt Mylau wird sicherlich das Haus besser zu nutzen wissen, als einen Nazi als Mieter zu beherbergen. Ein Erfolg für alle antifaschistisch engagierten Menschen im Vogtland, ein wichtiger Anlaufpunkt der rechten Szene wird nun verschwinden.

Dies könnte auch erklären, dass sich der umtriebige Rechtsextremist Olaf Martin zurzeit nach einem neuen Objekt umschaut. Laut einem Bericht der „Freien Presse“ vom 13.03.09 in dem vermutet wird, dass Olaf Martin in Netzschkau ein Haus im Wert von ca.80.000 Euro erwerben möchte, welches sich in der Nähe der Schule befindet, bleibt momentan im Dunklen.
Weiterhin wird berichtet, dass Anfang März das Insolvenzverfahren gegen Herrn Martin eröffnet wurde, demnach zu urteilen ist er pleite. Daher ist es eher fraglich, dass Neonazi Martin selbst als Käufer auftritt.

Netzschkaus Bürgermeister zeigt sich derweil besorgt, ein neues „Ragnarök“ in der Nähe des Schulzentrums wäre fatal und sicherlich das falsche Zeichen im Kampf gegen den Rechtsextremismus. Da kann man nur hoffen, dass es dem jetzigen Eigentümer nicht egal ist, an wen er sein Haus verkauft.

NPD Bundesparteitag möglicherweise am 28.03.09 in Pößneck?

Laut verschienden Informationen könnte der Bundesparteitag der NPD in Pößneck stattfinden. So berichten „OTZ“ aber auch „Das Neue Deutschland“ von angemeldeten „Konzerten“ für das kommende Wochenende in Pößneck. Jedoch dementierte der Pressesprecher der NPD gegenüber der „Frankfurter Rundschau“ den Termin in Pößneck. Laut Aussage des NPD Pressesprechers findet der Bundesparteig an einem späteren Wochenende statt. ARTZ berichtete am 17.03.09 von einem Termin Udo Vogts am 27.03.09 in Zwickau.

Update: Nun ist ist es ja so gut wie sicher, dass der NPD Bundesparteitag nicht in Pößneck stattfindet. Eine Antifaschistische Kundgebung wird es trotzdem geben. Treffpunkt 11:00 Uhr am Markt in Pößneck.

Den NPD-Bundesparteitag verhindern! Egal wo.

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