Spontandemo und Kundgebung in Grimma (Sachsen)

Vergangene Woche flüchteten 4 Familien, darunter 10 Kinder in die Grimmaer Kirche um ihrer Forderung nach externen Wohnungen, also außerhalb der Sammelunterbring im „Asylbewerberheim“ durchzusetzten. 2 Familien sind zudem von Abschiebung bedroht. Die miserablen und z.T. menschenunwürdigen Bedingungen in den „Heimen“ nicht nur in Bahren bei Grimma sondern ÜBERALL sind nicht mehr zu ertragen. Mäuse, Kakerlake, 6 Personenzimmer, ….

Vom Bahnhof aus demonstrierten ca. 30-40 Antifas gegen Deuschland und deren Asyl- und Abschiebepolitik, Flugblätter wurden verteilt und Parolen wie „Kein Mensch ist illegal“ gerufen. Nachdem kurz vor dem Ende die Dorfpolizei die Demo mit einem grün-weißen Lautiwagen in der Demo unterstütze wurde es für die Cops immer peinlicher als sie glaubten, dass es sich bei den Antifas um Nazis handelte. Bürger_innen hätten die Polizei informiert, welche einen schwarzen Block mit FAP und DVU Fahnen laufen gesehn haben. Die seltsamen Bürger_innen können sich vermutlich noch recht gut an die Zeit der FAP aus den 1990ern erinnern, den diese Partei ist schon lange verboten.

Die Demo endete auf einer von der Zivilgesellschaft organisierten Kundgebung vor der Kirche. Mit guter Musik, Essen und netten Gesprächen klang der Abend aus.

Nun regt sich immer mehr Protest seiten der Bürger und vorallem der Kirchenmitglieder. Sie wollen ein schnelles Ende der sogenannten „Belagerung“. Der unter enormen Druck stehende Pfarrer will ein schnelles Ende mit einer Zufriedenheit von beiden Seiten (Migrannt_innen und Staat/Ausländerbehörde) herstellen.

Bürgerliche Unterstützung gibt es so gut wie keine, ganz im Gegenteil. Pöbelein, Protestrufe und Forderungen wie „eine Handgranate in die Kirche“, „Räumung jetzt“, „Scheiß Asylanten“ … werden immer lauter und wurden auch am Rande der Kundgebung gerufen.

Quelle: Indymedia