Rückblick auf den 09.11.09 in Greiz

Als ich auf dem „Von-Westernhagen-Platz“ ankam, stand ich erst mal ziemlich alleine da. Hier war ja der offizielle Treffpunkt für den „Greizer Mahngang“, an diesem Montagabend. Nach und nach kamen immer mehr Menschen, die dem Aufruf den verfolgten jüdischen Mitbürgern zu gedenken, gefolgt sind.

Nach einiger Zeit fanden sich doch so ca. 30 Menschen ein die des Schicksals der jüdischen Mitbürger gedenken wollten. Ein Mitglied des DGB´s ging kurz auf die Geschichten einzelner jüdischer Mitbürger ein. Er bezog sich auf die Recherchen des ehemaligen Greizer Pfarrers H. Flach, der sich mit diesem Thema intensiv beschäftigte.

Es wurden Kerzen angezündet und man ging geschlossen am ehemaligen Kaufhaus Tietz vorbei, durch die Brückenstraße. In dieser Straße hatte ein jüdischer Schuhmacher sein Geschäft. Er wie viele andere musste Greiz verlassen.

An der Bahnunterführung hielt man inne. Da es weder Stolpersteine noch ein Mahnmal für unsere jüdischen Mitbürger gibt, wurde eine Erinnerungstafel in einem Rundbogen des Bahnüberganges symbolisch aufgestellt.

Am Ort des Provisoriums wurde ein Gedicht vorgetragen und Greizer Bürgern gedacht.

Nachdem alle ihre Kerzen abstellten wurde der Mahngang beendet. Aber hoffentlich nicht vergessen!