Archiv für November 2009

Rückblick auf den 09.11.09 in Greiz

Als ich auf dem „Von-Westernhagen-Platz“ ankam, stand ich erst mal ziemlich alleine da. Hier war ja der offizielle Treffpunkt für den „Greizer Mahngang“, an diesem Montagabend. Nach und nach kamen immer mehr Menschen, die dem Aufruf den verfolgten jüdischen Mitbürgern zu gedenken, gefolgt sind.

Nach einiger Zeit fanden sich doch so ca. 30 Menschen ein die des Schicksals der jüdischen Mitbürger gedenken wollten. Ein Mitglied des DGB´s ging kurz auf die Geschichten einzelner jüdischer Mitbürger ein. Er bezog sich auf die Recherchen des ehemaligen Greizer Pfarrers H. Flach, der sich mit diesem Thema intensiv beschäftigte.

Es wurden Kerzen angezündet und man ging geschlossen am ehemaligen Kaufhaus Tietz vorbei, durch die Brückenstraße. In dieser Straße hatte ein jüdischer Schuhmacher sein Geschäft. Er wie viele andere musste Greiz verlassen.

An der Bahnunterführung hielt man inne. Da es weder Stolpersteine noch ein Mahnmal für unsere jüdischen Mitbürger gibt, wurde eine Erinnerungstafel in einem Rundbogen des Bahnüberganges symbolisch aufgestellt.

Am Ort des Provisoriums wurde ein Gedicht vorgetragen und Greizer Bürgern gedacht.

Nachdem alle ihre Kerzen abstellten wurde der Mahngang beendet. Aber hoffentlich nicht vergessen!

Karl- Marx- Stadt: Das AJZ bleibt!

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Pres­se­mit­tei­lung des AJZ Chem­nitz e.V. vom 29.10.09:

Das größ­te so­zio­kul­tu­rel­le Ju­gend­zen­trum der Stadt Chem­nitz, seit knapp 20 Jah­ren einer der be­deu­tends­ten Trä­ger von Ju­gend-​ und Kul­tur­ar­beit in der Stadt, ist in aku­ter Ge­fahr.
Das Ju­gend­amt Chem­nitz hat in einem Ge­spräch mit dem Vor­stand des AJZ am 28.​10.​2009 dras­ti­sche Kür­zun­gen an­ge­kün­digt. Im Haus­halts­jahr 2010, so das Ju­gend­amt, sol­len keine Gel­der mehr für den vom AJZ e.V. be­trie­be­nen Kin­der-​ und Ju­gend­hau­ses „Be­n­a­rio“ im Stadt­ge­biet Brühl zur Ver­fü­gung ste­hen, was die Schlie­ßung des an die­sem so­zia­len Brenn­punkt drin­gend be­nö­tig­ten Klubs be­deu­ten würde.
Dar­über hin­aus sieht der Maß­nah­me­plan, aus Sicht des AJZ ein Kür­zungs­plan, den Weg­fall der Mit­tel für die au­ßer­schu­li­sche Ju­gend­bil­dung vor. Dies be­deu­tet so­wohl auf der fach­li­chen als auch auf der fi­nan­zi­el­len Ebene einen Ein­schnitt, der das Ende des Hau­ses und des Ver­eins AJZ e.V. be­deu­tet. Der­zeit wird das Haus mit 2,5 Stel­len aus der Ju­gend­för­de­rung der Stadt ge­tra­gen. Die Kür­zung die­ser so­wie­so schon äu­ßerst knap­pen Stel­len und Mit­tel um eine ganze Stel­le wäre nicht kom­pen­sier­bar. Dies würde zu­gleich auch das Ende der viel­fäl­ti­gen eh­ren­amt­li­chen Pro­jek­te be­deu­ten, die im Haus an­ge­sie­delt sind.
Vor­stands­mit­glied Mike Cze­py­ha sagt dazu: „Dem Ju­gend­amt ist of­fen­sicht­lich nicht klar, was sie da vor­ha­ben. Wenn diese Kür­zung so durch­geht, müs­sen wir am 1. Ja­nu­ar die Lich­ter hier aus­ma­chen.“
Für die kul­tu­rel­le und so­zia­le Si­tua­ti­on der jun­gen Men­schen in Chem­nitz und der ge­sam­ten Re­gi­on hätte dies ver­hee­ren­de Fol­gen, schließ­lich würde dies den Weg­fall einer Viel­zahl von An­ge­bo­ten und Mög­lich­kei­ten be­deu­ten, ich nenne hier nur die in­ter­na­tio­na­len Ju­gend­aus­tausch­pro­jek­te und Kon­zer­te, mit denen die­ses Haus groß ge­wor­den ist.“
In einer eilig ein­be­ru­fe­nen Mit­glie­der­ver­samm­lung des AJZ e.V. wur­den brei­te Pro­test­ak­tio­nen gegen die Kahl­schlag­plä­ne des Ju­gend­am­tes be­spro­chen. Keine der von der Stadt an­ge­dach­ten Kür­zun­gen ist aus Sicht des Ver­eins hin­nehm­bar.

Demo am 24.11.09 in Chemnitz. Treffpunkt: Bahnhofsvorplatz, 16:00 Uhr

Weitere Infos: AJZ Chemnitz und ajzbleibt.blogsport

Richtigstellung zum Artikel vom 26. Oktober 2009

Greiz: Unterstützung für Flüchtlinge

Leider ist uns in dem besagten Artikel ein schwerwiegender Fehler unterlaufen. Im 1. Artikel zitierten wir die Heimleiterin, dieses Zitat entspricht jedoch nicht den Tatsachen. Die Heimleiterin hat keinerlei Aussage zu diesem Thema getätigt. Sie war genauso wie andere nur eine Zuhörerin an diesem Tag.

Der Bericht wurde von unserer Seite korrigiert.

Wir möchten uns für diesen Fehler ausdrücklich entschuldigen, diese Fehlinformation bedauern wir zutiefst.