Reichenbach: Endlich mal gute Neuigkeiten

Lange Zeit gab es aus antifaschistischer Sicht nur negative Nachrichten aus Reichenbach.
Über Jahre beherrschten Neonazis das Bild der Stadt, vor einigen Jahren konnten Neonazis sogar einen städtischen Jugendclub als Proberaum nutzen.
Eine rechte Hegemonie herrschte und ist heute auch noch mehr als nur fühlbar in dieser Stadt vorhanden. Platz für alternative Freiräume gab und gibt es hier kaum. Immer wieder versuchten Neonazis auch gewalttätig eine „Nationalbefreite Zone“ zu schaffen. Darüber wurde schon öfters berichtet.

Umso erfreulicher ist, dass es in Reichenbach auch Menschen gibt denen es nicht egal ist ob „Rechte“ das Straßenbild bestimmen, die sich Gedanken machen um eine Zukunft – Ihrer, aber auch der von uns. Die anderen, vor allen Dingen jüngeren Menschen eine kulturelle Alternative bieten wollen, jenseits von Rassismus, Nationalismus und Mainstream.

Bereits letztes Jahr November machten Antifaschisten aus dem Vogtland darauf aufmerksam, dass es „rechtsextreme Polemik“ zu enttarnen gilt.
Tagtäglich konnte und kann man auf rechten Internetseiten lesen wie wichtig doch eine eigene Identität ist, was man wie zu denken hat.

Aber nicht nur bei den Rechten ist das so.

In der Provinz ist es nicht ungewöhnlich, dass man im Gleichtakt denkt und oft auch lenkt, wer abweicht ist ein Außenseiter und belächelter Träumer.

Dass das Leben mehr als nur schwarz und weiß, gut oder böse ist, versuchen junge Reichenbacher der Öffentlichkeit kreativ zu vermitteln.
Im Oktober machten bereits einige Reichenbacher bei der Abschlussveranstaltung zur Landesgartenschau darauf aufmerksam, dass alternative Kulturangebote und gemauerte Freiräume rar sind.

Vor wenigen Tagen konnte man an einem leerstehenden Gebäude in Reichenbach lesen: „Dieses Haus kann leben“

„Dieses Haus kann leben“ – Überall im Vogtland!


1 Antwort auf “Reichenbach: Endlich mal gute Neuigkeiten”


  1. 1 "Zombie" 21. Dezember 2009 um 22:55 Uhr
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