Vogtland: Kontaktstelle für Opfer rechter Gewalt unter Beschuss

Im Dezember 2009 eröffnete die Kontaktstelle Move in Plauen. Hier wurde auch davon berichtet. Seitdem kam es schon öfters zu öffentlichen Verleumdungsaktionen von NPD und „Freien Kräften“.

Das Jammern der „Guten“ – der vogtländische Grabenkrieg ist eröffnet.

Bereits einen Tag nach Eröffnung jener Kontaktstelle, konnte man eine Stellungnahme des NPD Kreisverbandes Vogtland auf deren Internetpräsenz lesen.

Von Steuergeldverschwendung für linke „Biotope“ bis hin zur Neugründung der Staatssicherheit der DDR reicht der Inhalt des Pamphlets.
Es wird deutlich und anschaulich erklärt warum man ein solches Projekt nicht braucht im Vogtland. Gerne würde man das so verschwendete Geld anderen, nicht näher genannten, Projekten zukommen lassen, auch vom undemokratischen Handeln und der Kriminalisierung eines ganzen politischen Spektrums ist da die Rede.
Schließlich gehen die Aktivitäten der offen rechtsextrem auftretenden NPD niemanden etwas an.
Neben einigen Flugblattaktionen in Plauen, die sich gegen die Kontaktstelle wendeten, kam es Anfang Februar zu einem weiteren verbal virtuellen Angriff. Diesmal musste zuerst Altermedia herhalten. Kurze Zeit später konnte man den Text auf der Homepage der „Freien Kräfte“ im Vogtland lesen.
Erst vor wenigen Tagen kam es zu einem weiteren intensiven Beschuss auf Move. Vermutlich eine Reaktion der NPD auf eine Presseerklärung des gescholtenen Antifaschistischen Büros.
Gestärkt mit den Erkenntnissen einer „Kleinen Anfrage“ im Sächsischen Landtag scheint die NPD zum „Totalen Krieg“ überzugehen.
Alle Erkenntnisse lassen sich im Detail noch mal näher auf den Internetplattformen von der NPD Vogtland und den „Freien Kräften“ beziehungsweise bei Altermedia nachlesen.

Oberflächlich und plakativ versucht die NPD die Anlaufstelle gegen Rechts als überflüssig darzustellen.

Rechte Gewalt gibt es nicht in einer Nationalbefreiten Zone.

Seit zwanzig Jahren wächst die rechte Szene im Vogtland munter vor sich hin. Unzählige Straftaten mit rechten Hintergrund wurden begannen, vom geplanten Überfall auf Asylbewerberheime bis zur lapidaren Hakenkreuz Schmiererei. Alles dabei. In die regionalen Medien schaffen es oft nur größere Vorfälle – eine gesellschaftliche Aufarbeitung oder gar eine gemeinsame Koordinierung zivilgesellschaftlichen Handelns gibt es hier nicht. Aktionistisch verurteilt die Öffentlichkeit Übergriffe von Rechten, ohne nach den Ursachen zu fragen.

Diese kleine Kontaktstelle im Vogtland ersetzt sicherlich kein zivilgesellschaftliches Handeln, kann aber zur Vernetzung unterschiedlicher Interessengruppen im Kampf gegen Nationalismus und Rassismus beitragen. Das wissen auch die Nazis.

In diesen zwanzig Jahren schaften es rechtsextreme Demagogen eine latente nationalistische – rassistische Grundstimmung bei Teilen der Bevölkerung zu schaffen. Sicherlich befinden wir uns im Vogtland noch nicht in einer Nationalbefreiten Zone aber der Weg dahin ist nicht mehr so weit.

Wenige Tage vor Eröffnung der Plauener Kontaktstelle veröffentlichte die NPD auf ihrer Homepage Fotos von Demonstranten bei einer Kundgebung gegen einen neu eröffneten Thor Steinar Laden in Plauen.


1 Antwort auf “Vogtland: Kontaktstelle für Opfer rechter Gewalt unter Beschuss”


  1. 1 Romacker Uwe 10. März 2010 um 12:19 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich wurde Opfer rechter Gewalt.
    Ich habe mich gegen eine Fam. gestellt, die meine Italienischen Nachbarn aufs übelste mit Nazi Parolen beschimpft und beackert haben.Ich habe eine schriftliche Aussage gegen diese Nazis bei einem Rechtsanwalt gemacht, damit diesen Faschisten das Handwerk gelegt wird
    Natürlich haben diese Faschisten von meiner Aussage erfahren.
    Ab diesem Zeitpunkt war und bin ich noch immer in ihrem Focus.
    Am 11.02.08 um 18.20Uhr kam ich vom einkaufen nach hause und sah wie diesrer Nazi blutend vor unserem Haus stand. Ich lief an ihm vorbei und wollte in meine Wohnung. Als er mich bemerkte rannte er an seine Haus/Wohnungsklingel und meinte zu seiner Ehefrau:“schnell hol die Polizei der Uwe hat mich geschlagen.“
    Ich ging weiter in meine Wohnung und harrte der Dinge die da kamen. Sie kamen dann auch in Form von der Polizei.
    Sie befragten mich zu dem Vorfall und ich sagte ihnen, dass ich damit nichts zutun hätte. Daraufhin machten sie Fotos von meinem Gesicht,Kleidung,Ellebogen und meinen Fäusten. An mir war weder Blut sonst irgend eine Spur von Kampfspuren.
    Sodaß sogar die Polizei meinte:“Es wäre der Hammer wenn er mir die unterstellen würde.“
    Bei der Polizei sagte der selbst bekennende Nazi aus ich hätte ihm 6 bis 7 mal mit der Faust ins Gesicht geschlagen.
    Es kam zur Gerichtsverhandlung.
    Ich bin in den 90gern wegen Körperverletzung verurteilt worden,dass war mein Verhängnis, da es soetwas wie RESOZIALISIERUNG nicht gibt.
    Ich habe nachdem ich erfahren hatte, was diese Nazisau gegen mich ausgesagt hat sofort ein Gutachten von meinen Händen erstellen lassen welches genau das gleiche ausgesagt hat wie die Aussage der Polizei, dass mit meinen Händen nicht geschlagen wurde.
    Dieses Gutachten und die Aussage der Polizei wurden vor Gericht abgeschmettert, alles was mich entlastet hätte wurde abgeschmettert.
    Urteil 1200€ Geldstrafe.
    Urteil im Zivilprozess:8600€ Schmerzensgeld.
    Ich bin unschuldig ich habe diesem Penner nichts getan und bin aufgrund meiner Vorstrafen vor Gericht abgekocht worden.
    Meine 14 jährige Ehe ist daran gescheitert,ich habe nun ca.15000€ Schulden und weis weder ein noch aus.

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