Pößneck: Nazikonzert verboten

Wie bereits gestern am frühen Abend beim MDR berichtet, untersagte das Oberverwaltungsgericht Weimar ein, für den 27.02.10, geplantes Konzert im Pößnecker Schützenhaus. In erster Instanz wurde die Veranstaltung jedoch vom Verwaltungsgericht Gera erlaubt. Das vom Oberverwaltungsgericht ausgesprochene Verbot bezieht sich auch auf kleinere Veranstaltungen in einzelnen Räumen, wie Anfang Februar als mehrere rechtsextreme Bands während einer solchen Party im Schützenhaus auftraten. Warum das Oberverwaltungsgericht Weimar die brandschutztechnischen Voraussetzungen anders beurteilte, als das Verwaltungsgericht Gera, ist nicht bekannt. Damit wurde ein bereits bestehendes Verbot für größere Veranstaltungen aus brandschutztechnischen Gründen der zuständigen Ordnungsbehörde nochmals bestätigt.

Wie schon vor wenigen Wochen gab es auch am Samstag wieder Kontrollen der Polizei, die das verfügte Nutzungsgebot durchsetzte. Bis in die späten Abendstunden gab es keine Störungsversuche durch Neonazis, einzig und alleine einer der im Schützenhaus gemeldeten Mieter war kurzzeitig vor Ort. Gerüchte das Neonazis eine Spontandemo in Pößneck geplant haben konnten bis zum späten Abend nicht bestätigt werden. Auch die Verlegung der Veranstaltung an einen anderen Ort bleibt unbestätigt.