Gera: Verhandlung gegen Punk

Am 01.03.10 wurde am Amtsgericht Gera in einer Strafsache wegen Körperverletzung gegen einen jungen Punk verhandelt.

Schockierend, gerecht oder normal?

Was sich in der Nacht vom 28.08. auf den 29.08.09 zugetragen hat, konnte nicht wirklich geklärt werden. Die einen wollten in die Innenstadt fahren um Zigaretten zu holen, die anderen hörten Hilfeschreie.

Am Ende des unübersichtlichen Handgemenges an einer Straßenbahnhaltestelle in Geras Innenstadt zwischen Nazis und Punks gab es einen leichtverletzten Nazi.
Mal andersrum gedacht. Wäre in dieser Nacht ein Punker leichtverletzt wurden, dann hätte sich Polizei und Gerichtsbarkeit nicht so viel Mühe gemacht, den Sachverhalt aufzuklären, dazu hätte es wohl einem Schwerverletzten bedurft.

Ein Fall für den Staatsanwalt?

Schlussendlich lässt sich sagen, dass nicht einmal das vermeintliche Opfer einen Strafantrag stellen wollte und sich die geladenen Zeugen an den Tathergang gar nicht bzw. nur spärlich erinnern konnten.

Ein Zeuge entlastete sogar den Angeklagten mit dem Satz: „Ich weiß von dem Abend nicht mehr viel, aber der Angeklagte war es nicht.“

Einzig und alleine die Aussage des Beschuldigten, dass er das Opfer ins Gesicht geschlagen habe, führte zur Verurteilung.

Er wurde zur Zahlung von 500 € an den gemeinnützigen Verein „Kindernothilfe e. V.“ verurteilt.