Gera: Wollt Ihr Ärger? – Geht Radfahren

Etwa 30 vor allen Dingen junge Leute fanden sich am Samstag (22.05.10) spontan zusammen, um gegen Polizeigewalt und für Alternative Freiräume zu demonstrieren.

Der Anlass war ein völlig überzogener Polizeieinsatz vor gut einer Woche (15.05.10). Hierbei stoppte die Polizei eine aus Fahrradfahrern bestehende „Critical Mass“.

Auch am letzten Samstag schienen die meisten Geraer recht überrascht, als sich eine Demo laut und fröhlich ein Alternatives Jugendzentrum fordernd, durch die Innenstadt bewegte. Nicht ausgelassen wurde dabei die „Sorge“ – Geras Hauptflaniermeile.

Für die Polizei und die politisch Verantwortlichen in Gera dürfte die friedliche Demo unangenehm gewesen sein, da in der Öffentlichkeit systematisch nur über verletzte Polizisten und Gesetzesüberschreitungen berichtet wurde. Über den Grund für die Aktion oder der völlig überzogenen Reaktion der Polizei und des eskalierenden Verhaltens ihrerseits ist kaum die Rede.

In einem kurzen Redebeitrag wurden schon fast „utopische“ Forderungen gestellt, unteranderem forderte man die bestehenden Dirtbikestrecken im Geraer Stadtwald zu legalisieren. Für die Einen ein Freiraum und für die anderen Gesetzeswidrig.
Aber noch „schlimmer“ dürfte die Forderung nach einem selbstverwalteten Zentrum für den immer präsenten Staatsapparat gewesen sein.

Doch vielleicht hat sich der ein oder andere Passant mal überlegt was in seiner Stadt falsch läuft und vielleicht nicht nur in seiner Stadt.


1 Antwort auf “Gera: Wollt Ihr Ärger? – Geht Radfahren”


  1. 1 Ramonezzzzz 27. Mai 2010 um 22:09 Uhr

    ich glaube nicht wirklich, dass auch nur ein passant dadurch zum denken angegeregt wurde. die belächeln und tun uns doch nur als spinner ab!

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