Gera: Ein Sommermärchen?

Für den 10.07.10 brauen sich über Gera, Ostthüringens größter Stadt, dunkle Wolken am Sommerhimmel zusammen. Um das vorhersagen zu können muss man wohl nicht beim Wetterdienst arbeiten. Bereits zum 8. Mal findet das „Rock für Deutschland“ statt. Traditionell wurde das NPD Spektakel im Laufe seiner Geschichte noch nicht verhindert.

Zeit Traditionen zu beenden.

Die Vorzeichen dieses Jahr „Rock für Deutschland“ effektiv zu behindern oder besten Falls zu verhindern stehen nicht schlecht. Die Anspannung bei den Nazis, dass nicht genug „Gäste“ kommen werden, spürt man deutlich. Bereits seit einigen Tagen bietet man den ersten tausend Gästen eine kostenlose CD an.

Außerdem geht man für die „Freiheit“ Deutschlands und arisch korrekt befreundeter „Staaten“ und „Völker“ in den Park zum Open Air – Mitten in Gera schon 8 Jahre lang und mittlerweile überregional bekannt.

Welche Freiheit?

Wie viele Nazis dieses Jahr nach Gera kommen kann nur geschätzt werden, ob es mehr oder weniger werden als letztes Jahr wissen wir erst hinterher.

Verhindern erwünscht – Masse Mensch nein danke. Menschenmassen schon eher.

Wer weiß warum er Samstag in Gera sein wird, macht es richtig, immer einer Meinung muss man deswegen nicht sein. Alleine von der Verhinderung des Nazifestes ändert sich die Gesellschaft nicht. Aber nur von der Diskussion auch nicht.

Wo sind die Menschen aus der Region?

Mobilisiert wird dieses Jahr Deutschlandweit. Letztes Jahr beteiligten sich etwa 500 Menschen an Gegenaktivitäten. Gera hat fast 100.000 Einwohner, Ostthüringen wesentlich mehr.

Sind die, die nicht da sind alles Nazis oder nur im Urlaub?

Freitagabend, Antifaschistische Demo – 19.00 Uhr, Treffpunkt Hauptbahnhof. Samstag diverse Aktivitäten ab 8.00 Uhr – Stehen bleiben und Hinsetzen erwünscht.