Deutschland – Wir haben fertig

Heute stellte die Friedrich Ebert Stiftung in Berlin ihre Studie „Die Mitte in der Krise – Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2010“ vor. Im Vergleich zu 2008 sei die Ausländerfeindlichkeit erheblich gestiegen.
Endlich haben wir es schwarz auf weiß, Deutschland rutscht mal wieder weiter nach Rechts. Eigentlich kein Wunder, dass die Studie zu diesem Ergebnis kommt.

Laut Studie haben etwa 30 Prozent der Deutschen ein Problem mit Migranten.
Was hier mit nüchternen Zahlen belegt wird, kann schon lange täglich auf der Straße erlebt werden. Vorurteile, Angst vor und Hass auf Ausländer sind Normalität in unserer Republik. Mord, Brandstiftungen und verbale Gewalt sind Ausdruck dieser Normalität.

Weiter im Exkurs Deutschland.

Die Bundesregierung will Widerstand gegen die Polizei härter bestrafen. Eigentlich eine tolle Sache. Doch den lieben, netten und freundlichen Polizisten gibt es nur im Fernsehen oder auf dem Dorf. Wer regelmäßig auf Demos geht, sich politisch engagiert oder einfach mal unfreundlich ist, kennt die Polizei auch anders. Ein beliebtes Beispiel sind Gegenaktivitäten rund um Neonaziveranstaltungen, wer sich hier beteiligt fragt sich sicherlich manchmal wer eigentlich „Die Bösen“ sind. Passt gut zu den rund 10 Prozent, die laut Studie nicht alles für schlecht im Dritten Reich halten. Da bleibt nicht viel zu sagen außer: „Wer schütz uns eigentlich vor der Polizei?“

Zurück in die Weimarer Republik.

Anfang der Woche verkündete der Thüringer Staatsschutz, dass die Auseinandersetzung zwischen Neonazis und Gegnern eine neue Stufe der Eskalation erreicht hat. Kein Wunder, der Osten ist ja laut Friedrich Ebert Stiftung Spitzenreiter im Ausländer hassen.
Doch statt die wahren Probleme zu nennen, naja gut dafür ist der Staatsschutz auch nicht zuständig, wird vor den Linken gewarnt. Ist ja auch einfacher, vor neonazistischer Gewalt und Ideologie haben Viele schon längst kapituliert.

Quellen der Fotos: Foto 1 und 2 AFA Greiz; Foto 3 AFA Weimar.