Plauen: Antikriegs Sponti

Heute, am frühen Abend versammelten sich ca. 20 AntifaschistInnen und KriegsgegnerInnen um gegen den Besuch des Bundesverteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg zu protestieren. Der Verteidigungsminister war auf Einladung des CDU-Kreisverbandes Vogtland nach Plauen gekommen.

Die DemoteilnehmerInnen nutzten die gegebene Öffentlichkeit in Plauens beliebter Einkaufsstraße – der Bahnhofsstraße, um auf deutsche Kriegseinsätze und die Profitgier von Rüstungsunternehmen hinzuweisen. Weiterhin sollte so ein klares Zeichen gegen die Außenpolitik der Bundesregierung und des damit verbundenen Wirkens des Verteidigungsministers gesetzt werden.

In einem Flugblatt welches die DemonstrantInnen an überraschte Passanten verteilten, wurden die angeblichen „Friedensmissionen“ der Bundeswehr kritisch bewertet.

Unteranderem heißt es:

„Die öffentlichkeitswirksame Marionette Guttenberg ist der Shooting-Star einer konservativen Medienöffentlichkeit, die in guter deutscher Tradition Kriegseinsätze zu Friedenseinsätzen und Profitinteressen zu humanitären Maßnahmen umdeutet.“

Äußerungen des Verteidigungsministers und anderer deutscher Politiker im Hinblick auf die Kampfeinsätze einer ehemals zur Verteidigung gegründeten Armee sollten des Öfteren weitaus kritischer betrachtet werden – auch in der Provinz.