Gera: Rechte Übergriffe

Wie in den vergangenen Jahren gibt es auch dieses Jahr wieder Übergriffe und Sachbeschädigungen im Vorfeld des Rock für Deutschland.

Geraer Antifaschisten registrierten in den letzten Wochen vermehrt neonazistische Sprühereien im gesamten Stadtgebiet. Die schwerwiegendsten bisher bekannten Übergriffe ereigneten sich in der Nacht von Samstag (30.07.11) auf Sonntag. Laut einer Pressemitteilung der Geraer Jusos wurden zwei Gäste des Juso-Sommerfestes auf dem Heimweg überfallen. Kurz vor Mitternacht wurde einer der Gäste von zwei Neonazis am Geraer Südbahnhof festgehalten und bedroht. Glücklicherweise konnte der Angegriffene sich befreien und so Schlimmeres verhindern.
Ein weiterer Gast wurde in den frühen Morgenstunden in Gera- Bieblach angegriffen. In der PM heißt es dazu „Der zweite Vorfall ereignete sich in Gera-Bieblach. Dort erfolgte gegen 02:30 Uhr ein Angriff auf ein Mitglied der SPD im Juso-Alter. Grund war hier, dass die Neonazis den Juso als linken Aktivisten erkannten und unschädlich machen wollten. In diesem Fall konnte der bevorstehende Angriff noch abgewehrt werden und der Juso entkam unverletzt“, nicht ganz unbegründet scheint hier der Verdacht, dass Neonazis das Sommerfest der Jusos beobachtet haben um gezielt politische Gegner anzugreifen.

In derselben Nacht beschädigten Unbekannte die Büros von SPD, Grünen, Linken und des DGB in Gera. Die Täter hinterließen Aufkleber mit eindeutigen neonazistischen Parolen.

Update: Wie wir gerade erfahren haben griffen Neonazis heute Nachmittag die Geraer Montagsdemo an. Es wurden Wasserbomben mit noch einer unbekannten Flüssigkeit auf die Teilnehmer geworfen.

Update2: Bei der unbekannten Flüssigkeit handelt es sich nach einem Augenzeugen zufolge vermutlich um Buttersäure.