Wunsiedel: Es kommt noch schlimmer

Für kommenden Samstag hat der ostthüringer Rechtsextremist C. Bärthel einen Gedenkgottesdienst für Rudolf Heß in der oberfränkischen Stadt angemeldet. Erst vor anderthalb Wochen marschierten etwa 250 Neonazis durch Wunsiedel als Reaktion auf die Entfernung des Grabes von Rudolf Heß auf dem örtlichen Friedhof.

Ob dieser himmlische Einfall reicht, um noch mal an den zweiten Mann der Nazidiktatur zu erinnern, muss die Stadtverwaltung Wunsiedel entscheiden.

Unumstritten ist der Anmelder im Rechten Spektrum nicht aber auch nicht unbekannt. In Neonaziforen wird zurzeit lebhaft über den angekündigten Gedenkgottesdienst diskutiert – kein Parameter für Teilnehmerzahlen.

Bärthel ist „bunt“ wie die Rechte nur sein kann – vom Reichsbürger bis zum Neonazi. Über Jahre engagierte er sich in seiner Geburtsstadt Ronneburg, offiziell arbeitete er zuletzt, 2007, für den sächsischen NPD Landtagsabgeordneten Klose. Dieser ist mittlerweile zwar nicht mehr Mitglied des sächsischen Landtages und der NPD aber immer noch Neonazi.

Update: Die Stadt Wunsiedel hat den von Christian Bärthel auf dem Marktplatz angemeldeten „Gedenkgottesdienst“ für Hitlers Bruchpiloten verboten.