Hinterland: Punk meets politics

„Mindestens in 1000 Jahren“, mit der Coverversion von Frittenbude begannen Karl-Heinz Feuermelder und die durchgeknallten Brandstifter ihren Auftritt letzten Freitag in der ostthüringer Provinz
„Ein grauer Tag, ein graues Land, der Dorfplatz leer gefegt, viele mit dem Rücken an der Wand auf Augenhöhe mit der Realität…“ eine Zeile aus einem Song, der ursprünglich aus Solidarität mit der Liebig 14 geschrieben wurde. Dass der Song nicht an Aktualität verloren hat, beweist die Räumung des linken Stadtteilzentrums im spanischen Bilbo vor wenigen Tagen.

„Ich mochte die Art der Musik noch nie, die Inhalte deiner Lieder aber umso mehr“ meinte ein Gast zum Berliner Liedermacher Yok, der letzten Freitag im Anschluss an Karl Heinz Feuermelder auftrat. Besonders leicht hatte er es nicht, ungewöhnlich laut war es zu Beginn seines Gigs. – „Hört mal lieber zu“. – Mehr als 20 Jahre geballte Erfahrung in diversen politischen und musikalischen Projekten knallte unverblümt auf das Publikum. Egal ob als Yok, Qeutschenpaua oder Mitglied der Politpunkband Tod und Mordschlag, die meisten Gäste hatten noch nie die Chance ihn live zusehen. Seine neueren aber auch die älteren Songs haben nichts an Aktualität verloren.

Ein Abend der laut begann endete für einige Gäste nachdenklich.