Archiv für März 2014

Plauen: 1. Mai – bleibt Nazifrei

Dieses Jahr ist alles (etwas) anders in Plauen, während man sich die letzten Jahre bereits auf den jährlich stattfindenden Trauermarsch der „Revolutionären Nationalen Jugend Vogtland“ (RNJ) Mitte April vorbereitete, steht dieses Jahr eine 1. Mai Demonstration des „Freien Netz Süd“ (FNS) an. Wer nicht weiß was das FNS ist, kann sich hier informieren (Klick).

So richtig bekannt wie und wo was sein wird, ist bisher noch nicht viel. Treffpunkt der Nazis ist der Obere Bahnhof in Plauen, diesen nutzten jene schon in den vergangenen Jahren als Startpunkt für ihren Trauermarsch. Gerüchteweise soll die Route der Nazis ähnlich der des letzten Trauermarsches verlaufen, ihr wisst nicht mehr wo die langgelaufen sind, ich auch nicht. Es werden sich in den nächsten Tagen und Wochen hoffentlich noch einige Infos ansammeln, die dann auch den Weg zu uns finden.
So langsam sollte man aber in Plauen in die sprichwörtlichen Pötte kommen, da bis zum 1. Mai nicht mehr ewig Zeit ist und Public Relations nicht zeitig genug beginnen kann.

Es lohnt sich auf jeden Fall in nächster Zeit da und dort, aber auch auf diesem Blog regelmäßiger vorbeizuschauen.

Was wollen sie uns sagen Herr Koity

Vor einigen Tagen, genauer gesagt letzten Samstag, veröffentlichte die Ostthüringer Zeitung (OTZ) Regionalausgabe Greiz von Marius Koity, seinerseits OTZ Redakteur, einen Artikel (Klick).

Auch nach mehrmaligen lesen entging einem der tiefere Sinn. Was will Herr Koity sagen. Klar weiß man jetzt wer in Greiz für die Nazis zur Wahl antritt, aber muss man deshalb fast eine NPD Pressemitteilung eins zu eins übernehmen? Vielleicht können Sie ja etwas Licht ins Dunkel bringen Herr Koity.

Greiz: Alles gleich geblieben?

Anfang September 2013 formierte sich in Greiz Widerstand gegen eine neue Flüchtlingsunterkunft, die ausgerechnet im Plattenbauviertel Pohlitz eröffnet wurde. Bis Ende November versuchte eine scheinbar aus dem Nichts aufgetauchte Bürgerinitiative (BI) mit anfänglich regelmäßigen Kundgebungen in der Nähe der Flüchtlingsunterkunft rassistische Ressentiments zu schüren. (Klick) Am Ende der Protestwelle prophezeite die rassistische BI sogar ein zweites Schneeberg in Greiz. Glücklicherweise manifestierten sich Bilder wie man sie aus Schneeberg kennt, in Greiz nicht.

Dass es in Greiz nicht zu solchen Bildern kam ist Engagierten vor Ort aber auch der anhaltenden Solidarität von außen zu verdanken.

Jaja von außen, dem ungeliebten Fremden. Die Fremden kamen nämlich mit der ernsthaften Forderung herrschende, rassistische Zustände zu beenden. Zuviel für Landrätin und Landratsamt, die irgendwie versuchten die Notbremse zu ziehen. Teils mit unfeinen Methoden. Die ach so überparteiliche und unabhängige regionale Presse suggerierte phasenweise auch die „berechtigte Angst“ vorm Fremden, unteranderen wurde die Anmelderin einer antirassistischen Demo am 09.11.2013 verdächtigt vor allem gegen ein auferlegtes Alkoholverbot zu klagen. (Klick, Klick).

Als reine Reaktion, auf den Hass der Rassisten und Enttäuschten, darf man die Initiative „Solidarität für die Flüchtlinge in Greiz“, so nennen sich die Leute vor Ort, nicht verstehen. Antworten finden sich oftmals nicht schnell. Zwei wichtige Forderungen der Initiative, die nach dezentraler Unterbringung und Abschaffung des Gutscheinsystems, sollten weiterhin ganz oben auf der Agenda stehen (Klick).