Greiz: Alles gleich geblieben?

Anfang September 2013 formierte sich in Greiz Widerstand gegen eine neue Flüchtlingsunterkunft, die ausgerechnet im Plattenbauviertel Pohlitz eröffnet wurde. Bis Ende November versuchte eine scheinbar aus dem Nichts aufgetauchte Bürgerinitiative (BI) mit anfänglich regelmäßigen Kundgebungen in der Nähe der Flüchtlingsunterkunft rassistische Ressentiments zu schüren. (Klick) Am Ende der Protestwelle prophezeite die rassistische BI sogar ein zweites Schneeberg in Greiz. Glücklicherweise manifestierten sich Bilder wie man sie aus Schneeberg kennt, in Greiz nicht.

Dass es in Greiz nicht zu solchen Bildern kam ist Engagierten vor Ort aber auch der anhaltenden Solidarität von außen zu verdanken.

Jaja von außen, dem ungeliebten Fremden. Die Fremden kamen nämlich mit der ernsthaften Forderung herrschende, rassistische Zustände zu beenden. Zuviel für Landrätin und Landratsamt, die irgendwie versuchten die Notbremse zu ziehen. Teils mit unfeinen Methoden. Die ach so überparteiliche und unabhängige regionale Presse suggerierte phasenweise auch die „berechtigte Angst“ vorm Fremden, unteranderen wurde die Anmelderin einer antirassistischen Demo am 09.11.2013 verdächtigt vor allem gegen ein auferlegtes Alkoholverbot zu klagen. (Klick, Klick).

Als reine Reaktion, auf den Hass der Rassisten und Enttäuschten, darf man die Initiative „Solidarität für die Flüchtlinge in Greiz“, so nennen sich die Leute vor Ort, nicht verstehen. Antworten finden sich oftmals nicht schnell. Zwei wichtige Forderungen der Initiative, die nach dezentraler Unterbringung und Abschaffung des Gutscheinsystems, sollten weiterhin ganz oben auf der Agenda stehen (Klick).


2 Antworten auf “Greiz: Alles gleich geblieben?”


  1. 1 S. Tutweh 10. März 2014 um 12:14 Uhr

    Was lange gärt, wird endlich Wut. Schön das ihr wieder da seit!
    Gerade jetzt, wo die auferstandene NPD wieder mit Gewalttäter_innen in den WahlKAMPF zieht.

    Wir sehn uns!

  2. 2 Zitrone 10. April 2014 um 9:40 Uhr

    Landrätin, sowie Landratsamt ist alles Quatsch, wir müssen in Pohlitz und anderswo Flagge zeigen, denn verlassen können wir uns nur auf uns selbst.

    In diesem Sinne.: Machen wir Pohlitz bunter und rollen die Nazis vom Berg runter.

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