Archiv für Mai 2014

Kesselschlacht in Plauen, Kampf um Wahlplakate in Greiz

Die Zeiten sind stürmische, mitten im Mai 2014. Am 1. Mai brauten sich im vogtländischen Plauen braune Wolken über der Stadt zusammen.
Eine vom „Freien Netz Süd“ organisierte Nazidemo fand an diesem Tag statt. Im Nachhinein fokussierte sich aber die Berichterstattung in der Presse auf eine von Gegendemonstranten errichtete Blockade. Auch die OTZ veröffentlichte hierzu eine kurze Nachricht (Klick). Passt gut zur Pressemitteilung der sächsischen Polizei (Klick), die ja den Bericht in der Greizer Lokalpresse bestätigt. Aber auch andere Medien berichteten anfänglich im Sinne der Polizei. Erst nachdem Augenzeugen der Ereignisse zu Wort kamen, Bilder und Videos im Internet auftauchten, wurde auch offen Kritik am völlig übertriebenen Polizeieinsatz laut. Lässt sich hier (Klick) und da (Klick) aber nicht hier (Klick) nachlesen.

Während in Plauen etwa 400, in manchem Berichten ist sogar von 800 rechten „Hanseln“ die Rede, „Nationalen Sozialismus“ forderten, kämpfen in Greiz die Kameraden von der NPD seit Wochen eine Wahlplakatschlacht ungeheuren Ausmaßes. Augenzeugen berichten von einer nie dagewesenen Schwemme an menschenverachtenden Botschaften in Form von Wahlplakaten im halben Landkreis. Aus einer sicheren Quelle ist bekannt, dass die NPD an einigen Stellen in Greiz gehangene Wahlplakate zurückbauen musste, da die Gefahr bestand, dass Autofahrer und vorbeilaufende Passanten in die Irre geführt werden.

Schenkt man den aktuellen Berichten der lokalen Presse glauben, hat sich in Greiz eine neue Form von „Kriminalität“ breit gemacht, der Wahlplakatdiebstahl (Klick). Eine scheinbar unlösbare Aufgabe für die Polizei ist es die „Sicherheit“ von Wahlplakaten zu gewährleisten, auf der örtlichen NPD Facebookseite wird seit Tagen der Schwund von scheinbar abgezählten Wahlplakaten beklagt. Glücklicherweise kann aber auch über Erfolge bei der Verbrechensbekämpfung berichtet werden (Klick), da wünscht man sich, dass die Polizei immer so akribisch arbeiten würde.

Zum Schluss bleibt zu sagen, Fortsetzung folgt.